Puh … da ist er nun endlich. Lange habe ich mit mir gehadert und so oft schon den Versuch des Starts unternommen. Ein eigener Podcast. Jetzt aber. 

Herzlich willkommen zur ersten Episode, der ersten Folge, des Social-Media Schnack. Ein weiterer Podcast über Social Media? Ja, ein Weiterer.

Ich möchte ein bisschen darüber “schnacken”. Ich möchte darüber reden. Nicht nur über Social Media. Über digitale Kommunikation in Gänze. Im Allgemeinen.

Meine Motivation das zu tun, ist relativ einfach erklärt. Ich war im August 2018 als Gesprächspartner in dem Podcast “Miteinander reden” von Michael Lorenz aus Bielefeld. Das war ein Interview, wo wir über digitale Kommunikation und wie ich sie erlebe gesprochen haben. In dem wir über meine lange Geschichte der digitalen Kommunikation gesprochen haben. Natürlich auch über andere Dinge, z.b. meine Whisky Leidenschaft oder Schottland als Urlaubsziel. Wir haben viel gelacht. Es hat einfach Spaß gemacht und es war einer der ersten wirklichen Punkte, daß ich gesagt habe: Okay, vielleicht denke ich jetzt nach vielen Jahren, wo ich aktiv Podcasts höre, auch mal darüber nach, selber einen zu starten.

Michael hat mich dahingehend unterstützt und auch motiviert, endlich loszulegen. Tja, jetzt ist es halt so weit, Michael. Ein weiterer Punkt war ein eher nebensächlich über Podcast handelndes Gespräch im Rahmen des Social Media Week 2019 in Hamburg. Dort habe ich Erik getroffen. Erik Hauth. Wir haben uns zum Essen verabredet, saßen bei seinen Lieblings Portugiesen und haben ein wenig darüber geplaudert, was er so macht. Über seinen Beruf, wo seine Schwerpunkte [00:02:01] liegen und sowas. Nebenbei habe ich ihm dann ein paar Fragen zu seinem Podcast gestellt. Erik produziert und gibt den Podcast “St-Pauli Pop” heraus. FC St. Pauli als Thema. Ein paar meiner Fragen waren in Richtung Technik und Setup, wie er das Ganze so macht, ob er unterstützt wird und wie seine Informationen laufen.

Das war wirklich so spannend, auch wenn es nur Nebensätze waren (und eigentlich nicht unser Hauptthema), daß ich gesagt habe: Ja, jetzt genau ist der richtige Zeitpunkt und ich möchte loslegen. Mit den Themen Digitale Kommunikation, Social Media  und Content Marketing.  Allen Themen, die drumrum angesiedelt sind. Alles was mich im Alltagsgeschäft beschäftigt. Alles was meine Kunden beschäftigt.  Alles was mich interessiert.

Ich möchte dabei nicht nur so wie jetzt alleine mit euch reden, sondern natürlich auch Menschen dazu holen. Menschen vorstellen und [00:03:02] vielleicht den ein oder anderen Kunden als Interviewpartner gewinnen. Ich möchte aber auch Tipps geben. Möchte Kniffe zeigen, mein Wissen weitergeben, hinter die Kulissen von Veranstaltungen schauen, Events begleiten hier und da mit Referenten und Dozenten,  vielleicht mit dem einen oder anderen Moderator sprechen. Ich möchte die Motivation von anderen erfragen. Möchte schauen, wie sie arbeiten. Mit welchen Tools sie vielleicht im Alltag umgehen und umgehen müssen, welche Empfehlungen sie haben. Mich mit Bloggern über ihre Erfahrungen und tägliche Arbeit austauschen.

Aber: ich möchte auch mal über die Schattenseiten von Social Media sprechen.

Der digitale Tod auf Facebook

Keine wirkliche Schattenseite, aber ein Thema was uns vielleicht begleitet und irgendwann auf jeden Fall auf uns zukommt ist das Thema dieser ersten Folge.

Der digitale Tod auf Facebook. Was passiert mit unserem Facebook Profil, wenn wir [00:04:02] nicht mehr da sind, und wie wir ein paar Dinge vielleicht vorplanen können. Was wir im Vorfeld tun können.

Die Geschichte zu diesem Thema ist recht einfach. In der vergangenen Woche hat mir Facebook einen Beitrag, einer im Januar verstorbenen Person, in die Timeline gespült. Ich sah, daß jemand kommentierte. Offensichtlich in der Unkenntnis, dass diese Person verstorben ist. Ich fand das ein bisschen erschreckend und auch ein bisschen unheimlich. Ich fühlte mich einfach nicht wohl dabei. Also bin ich hingegangen und habe bei Facebook den Antrag gestellt, das Profil in den sogenannten “Gedenkzustand” zu versetzen.

Diesen Gedenkzustand kann man offiziell beantragen. (Zum Antrag “Antrag auf Herstellung eines Gedenkzustands“) . Ist der Antrag erfolgreich (dazu gleich mehr), wird neben dem Profilnamen der verstorbenen Personen der Hinweis “In Erinnerung an” hinzugefügt. Freunde können, je nach Privatsphäre Einstellungen des Kontos, weiterhin Erinnerungen auf der Chronik teilen. Die Inhalte die Personen geteilt hat (Fotos aus Videos und so weiter) bleiben verfügbar und sind auch weiterhin abrufbar. Das Profil ist aber nicht mehr so öffentlich wie früher z.b. wird die Personen künftig nicht mehr angezeigt unter Freundesvorschlägen oder “Personen, die du vielleicht kennst” und auch die Geburtstagserinnerungen werden nicht weiter angezeigt.

Zusätzlich [00:06:02] dazu kann sich mit diesem Profil im Gedenkzustand auch kein anderer mehr anmelden. Das Profil ist also auch gegen Hacking  geschützt. Wenn die Person, die in den Gedenkzustand versetzt wurde und keinen festgelegten Nachlasskontakt angegeben hat, kann das Profil auch nicht mehr geändert werden.

Wir können alle ein bisschen vorsorgen für den Fall, dass wir mal irgendwann nicht mehr da sind. Das wird uns ja allen passieren. Facebook bietet uns dafür die Gelegenheit, den sogenannten Nachlasskontakt anzulegen und zu bestimmen. Diese Einstellungen des Nachlasskontakt kann in den allgemeinen Kontoeinstellung deines Profils vorgenommen werden. Hier geht es zur Nachlasskontakverwaltung auf Facebook.

Dort kannst du einen Menschen, einen befreundeten Menschen auf Facebook,  [00:07:02] die Rechte zuweisen, nach Deinem Tod diverse Dinge für Dich zu erledigen. Zum Beispiel, Dein Profil in den Gedenkzustand, in den Erinnerungszustand, zu versetzen.  Dieser Nachlasskontakt kann auch die Gedenkbeiträge auf deinem Profil fixieren, kann auf neue Freundschaftsanfragen antworten, kann die Aktualisierung Deines Profil- und Titelbildes vornehmen. Was er nicht kann, ist in deinem Namen zu posten oder Deine Nachrichten (auch nicht die aus der Vergangenheit) zu sehen. Das geht nicht. Gott sei Dank.

Der Nachlasskontakt kann also die [00:08:03] Gedenkbeiträge sehen, die andere Nutzer auf deiner Seite gepostet haben, nachdem dieser Gedenkzustand erreicht wurde.

Wenn wir einen Nachlasskontakt bestimmen, dann bekommt dieser Nachlasskontakt eine E-Mail von Facebook, wo genau drin steht, was dieser Nachlasskontakt machen darf, was er machen kann und wie er vorgehen soll, um diesen Gedenkzustand,  diesen Erinnerungszustand des Profils herzustellen. Danach endet die Kommunikation aber auch, heißt er bekommt keine weitere E-Mail bis man tatsächlich den Tod auch geprüft und bestätigt bekommen hat. Das ist das, was ich letzte Woche getan habe, weil eben die betreffende Person die verstorben ist.

Wenn man diesen Antrag ausfüllen möchte, dann kann [00:09:03] muss man in Verbindung mit der Person stehen (Kontakt auf Facebook sein), den Namen des Verstorbenen und das Todesdatum angeben. Damit das natürlich nicht einfach so passiert und sich jemand einen makaberen Scherz erlaubt, muss man nachweisen, dass diese Person auch wirklich verstorben ist. Das geht für eine Sterbeurkunde, oder einen anderen Nachweis des Todes. Es geht aber auch über Todesanzeigen. In meinem Fall war es relativ einfach, es gibt schlicht  viele Todesanzeigen und damit der Beweis schnell erbracht.

Der ganze Prozess dauerte nicht länger als 48 Stunden und die Kommunikation mit Facebook war sehr sehr angenehm. Die Mitarbeiter haben also nicht nur sehr empathisch auf diesen Fall reagiert und nette Mails geschrieben, sondern haben auch tatsächlich sehr schnell reagiert. Das war super.

Ich kann es Euch nur anraten: legt Euren Nachlasskontakt fest. Uns kann es jederzeit erwischen. Vielleicht schaut Ihr ja auch ein bisschen drauf, was in Eurem Netzwerk passiert, denn dann gehen wir vielleicht ein paar unangenehmen Dingen aus dem Weg.

Das war Folge 1 des Social Media Schnack .

Ich hoffe, ihr bleibt dran.

Bis bald, Thorsten.

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